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Trinken ohne Risiko ist unmöglich


Nur mit einem vollständigen Verzicht auf Alkohol können Schwangere ihr Ungeborenes sicher schützen.

Gelegentliches Trinken während der Schwangerschaft wird noch immer häufig verharmlost. Dabei können die Schäden für das Ungeborene enorm sein. Experten warnen. Für Alkohol gibt es in der Schwangerschaft keinen risikolosen Grenzwert. Die Schädigung hängt nämlich nicht nur von der konsumierten Menge ab, sondern auch von der individuellen Alkoholtoleranz von Mutter und Kind. Trotz dieser Gefahren kommen pro Jahr in Deutschland 3000 bis 4000 Kinder mit einem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) zur Welt. Dabei handelt es sich um das Vollbild der Fetalen Alkohol-Spektrum-Störung (FASD), bei dem folgende Kriterien erfüllt sind:


Beeinträchtigungen sind oft erst nach Jahren zu erkennen „FASD ist dreifach tragisch für die betroffenen Kinder“, bedauert Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Berlin. „Ihre Mütter hätten die Behinderung vollständig vermeiden können durch Verzicht auf Alkohol. Weil die Behinderung nicht immer auf den ersten Blick einzuordnen ist, dauert es oft jahrelang, bis die Betroffenen kompetente Hilfe finden. Weil die Behinderungen so schwer sind, gelingt den meisten FASD-Opfern nur selten ein erfülltes und selbständiges Leben“. Kinderärzte und Frauenärzte sollen Präventionsarbeit leisten Bei der Aufklärung der Mütter will die Drogenbeauftragte Marlene Mortler neben Kinderärzten auch die Frauenärzte stärker in die Pflicht nehmen: „Sie sind es, die die Frauen vor und nach der Geburt betreuen und mit Rat und Tat zur Seite stehen, auch rund ums Thema Alkohol.“ Broschüre informiert zum Thema Als Präventionsmaßnahme gibt der „Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung“ eine Broschüre heraus, die werdende Mütter zum Thema informiert und beim Verzicht unterstützen will. Sie kann hier heruntergeladen werden. Eine weitere Broschüre, die sich speziell an Mädchen und junge Frauen richtet, kann hier heruntergeladen werden. Quelle: Frauenärzte im Netz

Leonard Olberts


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Schnell handeln bei Sehstörung


Ein retinaler Arterienverschluss lässt sich nur in den ersten Stunden nach dem Ereignis noch erfolgreich behandeln.

Die Krankheit ist selten, aber gravierend: Beim retinalen Arterienverschluss (RAV) erblindet das Auge ganz plötzlich. Für eine erfolgreiche Behandlung zählt daher jede Sekunde. In den meisten Fällen verursacht ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel (Embolus) den RAV, indem die Zentralarterie der Netzhaut verstopft, wodurch die Netzhaut nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird. Selten kann auch eine entzündete Schläfenarterie der Grund sein. Betroffen sind vor allem Menschen zwischen 65 und 70 Jahren. In den meisten Fällen dauerhafte Erblindung Eine Therapie des RAV ist lediglich in den ersten Stunden nach dem Arterienverschluss möglich: Zwar gibt es die Möglichkeit einer spontanen Besserung in den nächsten Tagen, doch in den allermeisten Fällen erblinden die Betroffenen dauerhaft. Besonders heikel: Da die Krankheit vergleichsweise unbekannt ist, gehen nur wenige Menschen sofort bei den ersten Anzeichen zum Augenarzt. Möglicher Vorbote eines Schlaganfalls Die Folgen können sogar noch gravierender sein: Nach einer Embolie der Netzhaut-Arterie kann es zu einem Schlaganfall kommen. Daher lohnt sich eventuell eine stationäre Aufnahme und gründliche Untersuchung des Patienten. Ist eine entzündete Schläfenarterie ursächlich, kann innerhalb kurzer Zeit auch das zweite Auge erblinden. Hier hilft eine Behandlung mit hoch dosiertem Kortisol. Quelle: Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V.

Leonard Olberts


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Neue Erkenntnisse zu Lungenkrankheit


Münchner Forscher könnten eine Ursache der idiopathischen Lungenfibrose gefunden haben.

Forscher aus München sind möglicherweise der Ursache der idiopathischen Lungenfibrose auf die Spur gekommen. Demnach könnten Antikörper verantwortlich sein für die verschlechterte Funktion der Lunge. Der Begriff „idiopathisch“ bedeutet so viel wie „ohne erkennbare Ursache“. Auch die idiopathische Lungenfibrose (IPF) – eine Form der interstitiellen Lungenerkrankung (ILD), bei der das Lungengewebe vernarbt – hatte bislang keine erkennbare Ursache. Das könnte sich nun ändern, nachdem ein Münchner Forscherteam Gewebeproben von 45 ILD-Patienten sowie von sechs Patienten mit fibrotischen Hauterkrankungen untersucht hat. Körper greift Proteine im Lungengewebe an „Interessanterweise konnten wir sowohl in der Lunge als auch in der Haut der Fibrose-Patienten vermehrt Proteine identifizieren, die maßgeblich in Antikörper produzierenden B-Zellen, sogenannten Plasmazellen, vorkommen. Die Menge dieser Zellen war mit der Abnahme der Lungenfunktion der Patienten korreliert“, erklärt Dr. Herbert Schiller vom Helmholtz Zentrum München. Das heißt: Bei manchen Patienten könnte eine überschießende Reaktion des Immunsystems (Autoimmunerkrankung) gegen noch unbekannte Proteine in der Lunge die IPF mitverursachen. Immuntherapeutische Ansätze möglich Erfolg bei der Erforschung und Behandlung der IPF verspricht laut Schiller vor allem die Massenspektrometrie, ein Verfahren zur Analyse von Molekülmassen: „Der Schlüssel zur besseren diagnostischen Einordnung in der Zukunft und möglichen immuntherapeutischen Ansätzen könnte die massenspektroskopische Identifikation von Autoantikörpern und deren Antigenen aus dem Blut von ILD-Patienten sein.“ Diese soll bald mit größeren Patientenkohorten erfolgen. Quelle: Helmholtz Zentrum München

Leonard Olberts


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Tönung allein nicht ausreichend


Zum Schutz der Augen ist bei Sonnenbrillen entscheidend, wie viel UV-Licht sie absorbieren.

Bei der Wahl der richtigen Sonnenbrille kommt es nicht nur auf die Tönung der Gläser an. Auch der UV-Schutz spielt eine wichtige Rolle. Wie Sie Ihre Augen optimal schützen. Der Blendschutz (Tönung) einer Sonnenbrille ist im Sommer nicht das einzige, worauf Käufer achten sollten. „Denn die Tönung sagt nichts über den UV-Schutz aus. Einen wirklich guten Lichtschutz bieten nur Sonnenbrillen mit integriertem UV-Schutz“, verrät Dirk Greten vom Serviceteam der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Ohne UV-Schutz droht Sonnenbrand der Binde- und Hornhaut Dunkle Gläser ohne ausreichenden UV-Schutz können die Augen sogar zusätzlich schädigen, indem sie die Pupillen weiten, wodurch sogar mehr schädliche Strahlen ins Auge gelangen. Das kann zu einer Art Sonnenbrand auf der Binde- und Hornhaut führen, auch Schneeblindheit oder Verblitzung genannt. CE-Kennzeichnung garantiert ausreichenden Schutz Einen nach EU-Richtlinien ausreichenden UV-Schutz bis 380 Nanometer garantiert die CE-Kennzeichnung. Auch bei der Angabe „UV 400“ können sich Käufer sicher sein, dass alle Strahlen bis zu dieser Wellenlänge absorbiert werden. Zusätzlichen Schutz vor Streulichteinfall bieten Modelle, die bis zu den Augenbrauen und seitlich bis zum Gesichtsrand reichen. Im Urlaub lohnen sich stärker getönte Gläser Die Tönung der Brillengläser ist in 5 Kategorien (0 bis 4) eingeteilt. „Ein guter Blendschutz für unsere Breitengrade ist die Kategorie 2. Damit werden 57 bis 82 Prozent des Lichtes absorbiert“, erklärt Greten. Dunkle Gläser sind beim Urlaub in südlichen Gefilden sowie am Strand oder in den Bergen anzuraten – allerdings nicht beim Autofahren. Quelle: KKH

Leonard Olberts


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Berliner Konzept rettet Menschenleben


Bei einer Aortendissektion muss schnell operiert werden – ansonsten verläuft sie meist tödlich.

Die sogenannte akute Typ-A-Aortendissektion kommt wahrscheinlich viel häufiger vor als bislang gedacht. Das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) geht bei der Behandlung mit gutem Beispiel voran. Während das statistische Bundesamt von jährlich 4,6 Fällen auf 100.000 Einwohner ausgeht, gibt es einer aktuellen Studie zufolge 11,9 Fälle von Aortendissektionen – also zweieinhalb Mal so viele wie gedacht. Die Zeit vom Auftreten erster Symptome bis zum Beginn der Operation liegt bei über 8 Stunden – zu lang für viele Patienten. Laut Notarzt Stephan Kurz sterben allein in Berlin und Brandenburg jedes Jahr über 200 Menschen, weil die Dissektion zu spät erkannt oder falsch behandelt wurde. Häufig Verwechslung mit Herzinfarkt Häufig wird die Aortendissektion mit einem Herzinfarkt verwechselt. Der Unterschied wird erst durch eine Computertomografie (CT) deutlich, die aber nicht überall und schnell genug zur Verfügung steht. „Vereinfacht gesagt ist ein Herzinfarkt die Folge eines Blutgerinnsels und wird deshalb mit Medikamenten behandelt, die das Blut verdünnen. Bei der Aortendissektion wird die Blutung dadurch noch beschleunigt und die weitere Versorgung erheblich erschwert“, erklärt Kurz. Erfolgreiche Maßnahmen am DHZB Das DHZB unterhält daher seit 2015 ein „Aortentelefon“: eine medizinische Hotline, unter der allen Berliner und Brandenburger Ärzten ein Facharzt für Herzchirurgie oder Anästhesie zur Verfügung steht. Dieser kann bei der medizinischen und organisatorischen Koordination vor Ort sowie bei der Vorbereitung des Eingriffs, der im DHZB durchgeführt wird, helfen. Zudem werden die Ärzte durch Standardverfahren für die Erkrankung, unter anderem hinsichtlich Aufnahme vor und Weiterbehandlung nach der OP, sensibilisiert.
Die Maßnahmen zeigen Erfolg: Die behandelten Dissektionsfälle stiegen im DHZB um 70 Prozent an, während die Zeitspanne von den ersten Symptomen bis zum Operationsbeginn um 20 Prozent sank. Quelle: Deutsches Herzzentrum Berlin

Leonard Olberts


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Gute Planung vor Urlaub ist A und O


Auf Reisen sollten Diabetiker ihren Blutzucker am besten alle zwei Stunden kontrollieren.

Nicht wenige Menschen mit Diabetes mellitus verzichten aus Sorge vor Komplikationen auf eine Urlaubsreise ins Ausland. Doch bei guter Planung sind die Sorgen unbegründet. Was Patienten beachten müssen. „Exotische Fernreisen stellen für Menschen mit Diabetes heutzutage kein Problem mehr da“, beruhigt die Diabetesberaterin Aline Didas. „Der Planungsaufwand einer Reise bei einer chronischen Erkrankung wie Diabetes ist höher als bei stoffwechselgesunden Menschen. Aber wenn sie gut geplant ist, steht der Reise nichts mehr im Weg.“ Blutzucker alle zwei Stunden kontrollieren Besonders bei entfernten Zielen gibt es einiges zu beachten. Erst einmal muss der Rhythmus der Insulinzufuhr der neuen Zeitzone angepasst werden. Vorab dabei helfen können ein entsprechend geschulter Arzt oder ein Diabetesberater. Die ungewohnte Umgebung und ein möglicher Jetlag sorgen häufig für Stress, der sich auf den Blutzuckerspiegel auswirkt – ebenso wie das Klima und die Essensgewohnheiten im Urlaubsland. „Reisende sollten ihren Blutzucker alle zwei Stunden kontrollieren, um einer Stoffwechselentgleisung rechtzeitig vorzubeugen“, rät Didas. Bescheinigung für Beförderung im Handgepäck nötig Wichtig sind auch richtiger Transport und Lagerung der benötigten Utensilien. Bei Flugreisen benötigen Diabetes-Patienten eine Bescheinigung zum Mitführen von Spritzen, Pens, Ampullen und Insulin im Handgepäck. Achtung: Im Frachtraum gefriert das Insulin und wird unbrauchbar. Am Urlaubsort müssen Teststreifen, Blutzuckermessgeräte und Medikamente vor starker Sonneneinstrahlung geschützt und daher am besten in einem Kühlschrank (zum Beispiel in der Minibar) oder in einer speziellen Kühltasche oder Styroporbox gelagert werden. Notfall-Dokumente in der Landessprache mitführen Für den Notfall empfiehlt es sich, stets einen internationalen Diabetes-Pass oder ein Dokument in der jeweiligen Landessprache, das über die bestehende Erkrankung Auskunft gibt, bei sich zu tragen. Einen Diabetikerausweis in mehreren Sprachen können Sie hier ausdrucken. Eine ärztliche Bescheinigung für Flugreisen oder Grenzkontrollen können Sie hier ausdrucken. Quelle: Deutsche Diabeteshilfe

Leonard Olberts


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Nur mit Aufsicht ins Wasser


Kinder sollten beim Schwimmen immer beaufsichtigt werden. Sie können ihre Schwimmfähgkeit oft nicht richtig einschätzen.

Viele Kinder und Jugendliche überschätzen ihre Schwimmfähigkeit. Auch wenn Kinder Schwimmunterricht erhalten, dürfen Eltern sie im Wasser nicht aus den Augen lassen, rät Dr. Ulrich Fegeler, Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ). Vorschulkinder zum Schwimmunterricht Mit etwa vier bis fünf Jahren sollten Kinder Schwimmunterricht erhalten. Dann sind sie in der Lage, Arm- und Beinbewegungen für das Schwimmen richtig zu koordinieren. Ab diesem Alter können sie auch die richtige Atemtechnik erlernen. „Schwimmunterricht ist zwar ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung gegen Ertrinkungsunfälle, dennoch gibt er keinen absoluten Schutz. Kinder benötigen im beziehungsweise am Wasser immer eine Aufsichtsperson“, betont Dr. Fegeler, Kinder- und Jugendarzt. Bei Kindern gehört Ertrinken weltweit zur zweithäufigsten Unfalltodesursache. Kleinkinder besonders gefährdet Zur Hochrisikogruppe für Ertrinkungsunfälle gehören Kleinkinder zwischen einem und drei Jahren. „Bei dieser Altersgruppe reichen schon wenige Zentimeter, um zu ertrinken. Gerät der Kopf bei Kleinkindern ins Wasser, löst dies eine Art Schockreaktion aus: Die Stimmritze im Rachenraum schließt sich und verhindert das Atmen. Die Kinder ertrinken lautlos. Das kann selbst in einem kleinen Planschbecken passieren“, erklärt Dr. Fegeler. Die Grenzen kennen Laut der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) reicht das Seepferdchenabzeichen nicht für sicheres Schwimmen aus. Eine ausreichende Schwimmfähigkeit bestätigt erst das Jugendschwimmabzeichen Bronze. Dafür muss man unter anderem vom Beckenrand springen und eine 200-Meter-Strecke im Wasser in maximal 15 Minuten zurücklegen. Auch ältere Kinder und Jugendliche sollten nicht alleine ins Wasser. Bei ihnen erhöhen häufig Selbstüberschätzung oder Alkoholkonsum das Ertrinkungsrisiko. Quelle: BVKJ

Sandra Göbel/BVKJ